Faule Sannyasins: Im Büro
sagte der Meister über das Leben, das viele
Sannyasins (Entsagte) führen:
"Ich glaube, dass ein weltliches Leben besser ist als Entsagung in
Faulheit.
Ein Sannyasin hat keine Arbeit zu tun. Er steht spät auf, trinkt pünktlich
seinen Tee, isst und engagiert sich beim Klatschen, spricht schlecht über
andere - 'diese Person ist so, jene so'.
Ich glaube, dass ein Haushaltsvorstand tausend Mal besser ist. Er hat
Pflichtbewusstsein und arbeitet von morgens bis acht Uhr abends. Die
Sannyasins nehmen im Gegensatz dazu nur ihr Bad im Ganges und essen. Sie
stoßen auf keinen Widerstand. So entfalten sie sich in horizontaler
Richtung
- und werden immer dicker! Erst wenn sie dann auf den Boden der
Tatsachen
kommen, werden sie sich ihrer Schwächen bewusst.
Sannyasins sollten in sich gehen und herausfinden, wie viel Mantra-Yoga
und
Meditation sie überhaupt schon praktiziert, oder wie viel Dienst
sie
erwiesen haben. Das orangefarbene Gewand bedeutet oft schlichtweg
Egoismus.
Ich spreche hier nicht von allen Sannyasins, aber von einigen."
Verschiedentlich ging ich
auf die Wichtigkeit manueller und tatsächlicher Arbeit ein und wir
sehen hier, dass gerade auch der Swami diese Ansicht teilt.
Arbeit,
oder vielfach mit Karma Yoga bezeichnet, wird mit in unzähligen
klösterlichen Gemeinschaften praktiziert und nicht selten sind Mönche
die besseren Gärtner oder Handwerker, weil gerade Arbeit nicht unter
dem Zeitfaktor vorrangig rentabel sein muss, sondern hinreichend Zeit
ist, die notwendigen Überlegungen anzustellen und in Ruhe die Arbeit zu
beenden.
Hierbei
wird das Abwaschen oder putzen gerade so als wichtig erachtet, wie die
Anfertigung komplizierter handwerklicher Arbeiten und es ist
naturgemäß mit gründlicher Arbeit ein Vermeiden von Fehlern fest zu
stellen, was die Arbeit in Klöstern schließlich dann doch überaus
rentabel gestalten.
Daher
sollte man sich auch außerhalb von Kolstermauern an diesen
Vorgehensweisen Vorbild nehmen.