Kinder und Brot


Kinder und Brot

Zitat aus einer Mail:...
Kinder Kirche Klöster Natürlich Robert, ist es *NICHT* Gottes Wille, Kinder in seelentötender Familie aufwachsen zu lassen. Auch hier gilt 

Mat. 18,6-
Wehe denen, von denen Ärgernis auf diese Kleinen ausgeht! Ihnen wären besser, dass sie mit einem Mühlstein um den Hals in die Tiefen des Meeres versenkt würden, als der Zorn Gottes, der sie treffen wird- 

....Gäbe es das immerwährende Gebet in den Klöstern nicht, so bin ich sicher, dass die Welt nicht mehr existieren würde!.... 
Zitat Ende

Die Mail wurde durch einen unserer Freunde beantwortet wie folgt:

Zitat:
Anrede:...Aber sicherlich sollte man hier auch nicht vergessen, dass es zahllose Familien, hier besonders Vater und Mutter, gibt, die auch ständig in ewigem Gebet versammelt sind, weil ihnen das tägliche Brot innerlich wie auch äußerlich fehlt und einfach nichts auf den Tisch kommt, weil gerade auch das noch von gewissenlosen, Andere bevormundende Mitmenschen genommen wird. Richtige Arbeit ist auch Gottesverehrung hörte ich und im Übrigen können auch Gebete während der Arbeit weiter geführt werden. Also ist auch dieses nicht nur in Klöstern anzutreffen und damit nicht nur hier bevorzugtes Recht oder Praxis. Auch dieses ist eine Seite der gleichen Medaille. ...Grußformel 
Zitat Ende

Dem ist eigentlich nichts zuzufügen, denn: Vielfach müssen beide Elternteile zur Arbeit und die Kinder liegen auf der Straße und geraten so in verschiedene Situationen, die Menschen zu verantworten haben, die einerseits den Menschen sagen, sie müssten für ihren Unterhalt und die Kinder selber aufkommen und dafür arbeiten, andererseits versichern, dass ihre Kinder in den Schulen und Organisationen von vertrauenswürdigen Fachleuten betreut werden, alles lebensnotwendige erlernen. 
Der Glaube in gerade diese Fachleute und das Vertrauen der Eltern führen all zu oft dazu, dass gerade gute und gutgläubige Familien von derartig fragwürdigen Fachleuten missbraucht und ausgenutzt werden, die leider auch in den Kirchen und Religionen der gesamten Welt anzutreffen sind, die Eltern dadurch Täuschen, weil sie erstens ihre Arbeit nicht in der richtigen Weise tun und andererseits sich als weisungsbefugt verstehen und damit die Eltern und ihr Selbstvertrauen untergraben und dahingehend hintergehen, weil sie vorspielen, ihr Verhalten wäre in Ordnung und zwingend notwendig. 
So entstehen alleine in der Bundesrepublik mehrere Millionen verarmter Familien, die mehr oder weniger unverschuldet  in Armut geraten sind, glaubt man den Statistiken und bedenkt, dass auch Rentner oft Familienvorstände sind und manche Rentnerin unter 200 Euro bekommt. 
Setzen wir voraus, dass lediglich nur 50% dieser Leute gottgläubig sind und ihre Stoßgebete und ständigen Gebete verrichten, auch wenn sie dieses im "Stillen Kämmerlein" und nicht in der Kirche tun, sind es mit Sicherheit mehr betende Laien als Klosterinsassen und Kleriker zusammen, die hier im ewigen Gebet verharren aus Mangel an Brot. 
Rechnen wie diesen Fall hoch auf die gesamte Weltbevölkerung dürfte die Zahl wesentlich höher werden und immer noch die Zahl der "Fachleute" bei Weitem um ein Vielfaches übersteigen. 
Daher möchte ich nicht beurteilen, welches Gebet nun eher erhört wird, das der Gotteskinder (alle Menschen sind Kinder Gottes, vor Gott sind alle Menschen gleich) in aktiver Not oder das Gebet derer, die keine Not leiden und nur zur Verherrlichung Gottes beten, dabei aber den aktiven, hilfreichen Dienst am Menschen vergessen, weil sie sich durch Bildung oder Stand eher in der Lage fühlen, die Belange der Mitmenschen zu regeln und zu lenken und dadurch Regeln und Gesetze schaffen, die die Eigenverantwortlichkeit der Menschen einschränken oder gänzlich unmöglich machen und so ihre verantwortliche Mitarbeit erheblich erschweren und dadurch direkt mit Voraussetzung sind für Ausbeutung und Elend der Kinder, wenn diese Dinge nicht sogar den alleinigen Grund darstellen. 
Da wir aber nun Gottes Gerechtigkeit gewiss sein dürfen, überlassen wir diese Dinge auch der Gerechtigkeit Gottes, der die Schuldigen dann so bestraft, wie der Mailschreiber selber gesagt hat. So verurteilt sich möglicherweise dann jeder selber, denn:

"Wovon das Herzvoll ist, läuft der Mund über." 

Der Mensch kann und soll unter Anderem in derartigen Fällen nicht richten, weil seine Lebenszeit nicht ausreichen würde alle gerecht zu be- oder verurteilen, selbst wenn er ansonsten dazu in der Lage wäre. 
So ist es ihm garantiert unmöglich der Sache gerecht zu werden. 
Dieses entbindet ihn aber nicht davon, erkannte Mängel bekannt zu machen, um seine Mitmenschen vor Fehlern und deren direkte beziehungsweise indirekten Folgen zu schützen und Anderen Anregung und Hilfe zur Fehlerbeseitigung zu geben, wozu meist auch etwas Mut und manchmal auch etwas Selbstüberwindung gehören wird. 

Ich möchte noch ergänzend hinzufügen, dass es nicht dem Gebot Christie: "Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst!" entsprechen kann, wenn man sich für schlauer oder gebildeter hält und sich anmaßt, über seinem nächsten zu stehen und diesen aus vor genannten Gründen bevormunden will kann oder möchte, denn: 
"Wer sich erhöht wird erniedrigt werden und wer sich erniedrigt wird erhöht werden."

 

 

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