Betrachtung über die fünf Wunden Christie. 


Betrachtung über die fünf Wunden Christie. 

Nun kennen wir alle die stelle aus der Bibel, in der Erwähnung findet, wie Christus nach der Kreuzigung dem Thomas begegnet, und sich durch die Wundmale von dessen Echtheit überzeugen konnte. 
Da wir wissen, dass die Bibel voller Symbole und Mystik steckt und gewissermaßen selbst von den Hardlinern der Katholischen Kirche als Bildhaft und mystisch bezeichnet und beschrieben wird, wird auch ein anderer Blickwinkel, eine andere Betrachtungsweise erlaubt sein, insbesondere, wenn man für Meinungsfreiheit und Demokratie ist, wie von päpstlicher Seite des öfteren wiederholt wurde, obgleich viele Kräfte in der Kirche dem zuwider zu arbeiten scheinen. 
Da haben wir als erstes die Dornenkrone, die gewissermaßen die Verhöhnung eines königlichen Menschen darstellt und hier ohne weiteres als Symbol für Verachtung und Verhöhnung durch Bevormundung eines selbstbewussten Menschen, wie dem Zimmermann von Nazareth so auch heute noch vielen Menschen wiederfahren ist. Dann die Wunden in den Händen. 
Hier könnten wir eine Anlehnung darin finden: "Was ihr mit den Händen erarbeitet dürft ihr genießen." Also verurteilt man möglicherweise verschiedene Menschen bereits vor, indem man ihnen weniger geistige Qualitäten zuschreibt und zugesteht als anderen Menschen einer gewissen Klientel und Schicht und nagelt so die Hände fest, die dann nichts anderes erstellen dürfen und keinen Zugang zu geistigen Betätigungen bekommen, wie beispielsweise das Schreiben erlernen und kann so möglicherweise in monopolisierter Kenntnis von Schrift, gut begründen, warum eine Existenznotwendigkeit der Schreiber, Gelehrten und alle anderen der Schrift kundigen Berufe gerechtfertigt ist. 
Mit Geißel und Peitschenhieben treibt man noch heute vielerorts die Menschen zu mehr und schnellerer Arbeit und so kann jede Mahnung, die oft nur aufgrund betrügerischem "Kleingedrucktem" zustande kam auch ein Peitschenhieb darstellen, der die vermeintlichen Schuldner zu mehr oder schnellerem Arbeiten anhalten soll und dieses auch oft schafft. Da haben wir noch so einige Bilder, die von Zusammenbrüchen handeln, drei mal unter dem schweren Kreuz, bevor die fünf Wunden dann zum Tode, also zur Unbeweglichkeit und völliger Festnagelung führten. 
Die Wunden an den Füssen verdeutlichen möglicherweise dann, dass mit der beschränkten Lohnerwartung, die durch der Hände Arbeit nur erwirtschaftet werden kann, denn alle Anderen müssen ja in Anlehnung an das Produkt der Hände, welches einzig direkt verrechenbar ist und verkaufsfähige, geldfähige  Produktivität vorweist nachrangig von gerade dieser Arbeit portraitieren und durch die spärliche Entlohnung der Arbeit über und durch die Hand wird die Reise- und Bewegungsfreiheit erheblich eingeschränkt bis letztlich eine Reduktion auf Null erreicht ist. Wenn nun diese Reduktion auf Null Bewegung erreicht ist, kommt der Stich in die Seite, der schließlich fest stellt, alles was lebt bewegt sich, der Tot ist Stillstand. Alles dieses passiert Hunderttausenden, Milliarden von Menschen, auch solchen, die von Christus noch nichts hörten, die ihren Verpflichtungen nachkamen und trotzdem die Werke Jesu Christie bis in den Tod tun. 
Das ist für einige eine Mythologie, die sie in die Verzweiflung führen wird und wir sollten uns nicht davor fürchten und bedenken, dass jeder das bekommt, was er verdient hat. 

So verstehen wir dann auch möglicherweise die Worte des Zimmermannes aus Nazareth besser, wenn er beispielsweise sagt: "Ihr seit das Salz der Erde..."Oder an anderer Stelle ist möglicherweise auch hierin eine Parallele zu finden, wenn vom Leib Christie in Form von Brot, und vom Blut Christie in Form und im Vergleich zu Wein gesprochen wird.

Man bedenke dieses Gleichnis aus dem neuen Testament:

Gleichnis von den ungleichen Söhnen 

Was meint ihr aber hierzu? Ein Mensch hatte zwei Söhne, und er 
trat hin zu dem ersten und sprach: Mein Sohn, geh heute hin, 
arbeite im Weinberg! 
Der aber antwortete und sprach: Ich will nicht. Danach aber gereute 
es ihn, und er ging hin. 
Und er trat hin zu dem zweiten und sprach ebenso. Der aber 
antwortete und sprach: Ich gehe, Herr; und er ging nicht. 
Wer von den beiden hat den Willen des Vaters getan? Sie sagen: Der 
erste. Jesus spricht zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch, dass die 
Zöllner und die Huren euch vorangehen in das Reich Gottes. 
Denn Johannes kam zu euch im Weg der Gerechtigkeit, und ihr glaubtet 
ihm nicht; die Zöllner aber und die Huren glaubten ihm euch aber, 
als ihr es saht, gereute es auch danach nicht, so dass ihr ihm 
geglaubt hättet.

"Jeder der meine Werke tut ist mir Mutter und Bruder" so wie es an einer anderen Stelle heißt.

 

 

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