Mut und Gewaltfreiheit

 

Eingangs müssen wir uns vergegenwärtigen, dass gerade die Bibel sehr häufig nur in Gleichnissen ausdrückt, und bildhaft Tugenden und Untugenden darstellt und vermittelt.

Hier sei auch noch einmal darauf hin gewiesen, dass gerade die ersten Evangelien rund 40-50 Jahre nach dem Tode Jesu Christie aufgezeichnet wurden und alleine von da her ist nicht gesagt, dass es immer genau die Worte Jesu sind, die da Jesus Christus zugeschrieben wurden und offenbar werden.

Immerhin dürfte es so sein, dass vieles verloren ging und anderes, wie unter Umständen auch die Auslegung des nachfolgenden Satzes einfach, zum Mindesten dem jeweiligen Verfasser eines Evangeliums, nicht mehr präsent waren.

Jedoch muss jede Interpretation von Texststellen immer im Grundtenor der Bibel und des Wirkens Jesu Christie liegen, der da heißt, Nächstenliebe, Verzeihung, Gewaltfreiheit usw..

Vergegenwärtigen wir uns aber auch des Gedankens, dass gerade Christus es war, der mit einer Geißel die Geldwechsler usw. Aus dem Tempel trieb und die Tische derer umstieß, die Opfertiere im Tempel (dem Hause seines Vaters) zu Verkauf anboten.

Vergessen wir auch nicht, dass er es war, der den Schriftgelehrten und Pharisäern ungeachtet der Macht die diese hatten und verkörperten, die sichtbaren fragwürdigen Tätigkeiten vor Augen führte.

Also scheint es sich hierbei um eine Persönlichkeit, die recht mutig war und sich mit Hilfe des Wortes und so gewaltfrei recht gut und mutig zu wehren wusste, denn wir können ohne weiteres annehmen, dass es zur damaligen Zeit ebenso unangenehme Folgen hatte wie bis in unsere Tage hinein, wenn sich jemand gegen die Widrigkeiten der Gesellschaft stellt und diese bekannt und öffentlich macht. Hier können Journalisten berichten, die in verschiedenen Ländern verfolgt wurden oder sogar ermordet wurden.

Wenden wir uns nun einmal dem Satz zu, der von Jesus Christus stammen soll und da heißt:

„Wenn Dich jemand auf die rechte Wange schlägt, so halte auch die linke hin."

Ich bitte darum, jetzt nicht in den Fehler zu verfallen und diese nachfolgenden Sätze werten zu wollen, da im Weiblichen auch das Männliche vertreten ist und umgekehrt und es ist fest zu halten, dass mancher Mann mehr weiblich geprägt ist und umgekehrt gibt's das auch.

Wenn wir uns jetzt der Lehre von Yin und Yan zuwenden, dann kommen wir zu dem Punkt, wie vorhin beschrieben und verstehen besser, was mit Aikido gemeint ist.

Beides, männlich und weiblich scheint gleichwertig zu sein. Jesus dürfte wohl durch Seefahrer und Wanderprediger einiges in dieser Richtung hinzugelernt haben, denn wenn schon jemand mit 12 Jahren im Tempel lehrte, muss er ja ein gutes, fundamentiertes Wissen gehabt haben. Insbesondere, wo die Mutter doch im Tempel Dienst tat und von da her durchaus als gebildete Frau angesehen werden kann.

Im übrigen wurde wahrscheinlich diese Wahl, auf Gleichnisse zurückzugreifen, nicht zuletzt des eigenen und des Schutzes anderer wegen, getroffen.

Bei dem Gleichnis und, um ein solches dürfte es sich ja hier dann auch vermutlich handeln,

"Schlägt Dich jemand auf die rechte 
Wange, so halte ihm auch die linke hin"

dürfte es sich mehr die Seite
(rechte Seite = männliche, linke Seite = weibliche) gehandelt haben

Männliche Eigenschaften:

Jagen, Krieg, Ehre, Gewalt, Willenskraft, Verstand-Logik u.a.m.

Weibliche Eigenschaften:

Liest, (nicht Hinterlist) Fruchtbarkeit, Leben erhaltend, Liebe, Intuition, Gefühle, dienen u.a.m.

 

Hat uns nun jemand (sinnbildlich durch eine Ohrfeige dargestellt) auf der rechten, männlichen Seite angegriffen, ( in der Ehre gekränkt, Im Stolz verletzt, Geschlagen) so sollen wir auch mit den Gaben der linken Seite antworten. Um auf einen anderen Bibelspruch hinzuweisen, der nahezu diese Betrachtung bestätigt und der da heißt:

„Wer von Euch der Größte im Himmelreich sein will, der sei der Diener aller."

Hierbei scheint es unbedeutend zu sein, welcher Glaubensrichtung oder Rasse dem zu dienenden angehört.

"Liebet eure Feinde, tuet Gutes denen die Euch hassen."

Ein weiterer Satz, der in diese Kategorie hineinreicht und diese, meine Ansicht untermauert.

Diese Seite ließe sich jetzt beliebig fortsetzen und der Argumente für diese Betrachtungsweise ließe sich noch viel weiter fortsetzten aber es wird hier nun auch nicht Anspruch auf Vollständigkeit und Richtigkeit erhoben, so dass dieser Beitrag hier schließt, denn ohnehin sind die Webseiten des Freundeskreises nur dazu da, Menschen zum Nachdenken anregen und nicht um diese Arbeit von den Schultern der Betroffenen zu nehmen. Sonst würde man den Menschen die Freude am "Finden" nehmen.  ;-))

 

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