Meister Eckhard


 

Lebte im Mittelalter und war als gelehrter, leitender Ordensmann, berühmter Priester und Seelsorger bekannt.

Ihm wird folgender Ausspruch zugeschrieben:

"Durch Erkennen
Nehme ich Gott in mich,
Durch die Liebe
Gehe ich ein in Gott...
Gott und ich,
Wir sind eins im Wirken:
Er wirkt, und ich werde."

Wenn ich das recht in Erinnerung habe, gebrauchte er das Bild von der Kutsche, den Pferden und vom Kutscher unter folgender Sichtweise:

Die Pferde standen bei Ihm für die ungebändigten Kräfte des Physischen Körpers mit seinen Bedürfnissen und Veranlagungen, die Kutsche symbolisierte den menschlichen Verstand, der in der Lage ist, die tierischen Belange der Pferde, also die Triebe des Menschen in die Zügel zu nehmen und anscheinend nutzbringend zu leiten, wenn auch dieses Verhalten nach meiner privaten Meinung zum Scheitern verurteilt ist, da so zu Meist nur dem im Verstand wohnenden Egoismus der Weg geebnet wird.

Der Kutscher war allerdings nach Verständnis von Meister Eckhard das Gewissen.

Frei übersetzt wurde man hier wohl die modernen Begriffe der Psychologie auch verwenden können wie Unterbewusstsein oder Erbinformation, in der alle Geschehnisse registriert zu sein scheinen von Entstehung der Materie bis zum heutigen Zeitpunkt und darüber hinaus.

Gerade in diesem Zusammenhang lässt sich hier ein Zusammenhang mit der Bhagavad Gita ziehen, die auch einem mittelalterlichen Meister Eckhard bestens bekannt gewesen sein dürfte, der ja als Gelehrter Zugang zu den im Klostern vorhandenen Bibliotheken hatte und ihm somit diese Dinge zugänglich waren.

Es soll auch noch einmal darauf hin gewiesen werden, dass aus dieser Sichtweise die Bhagavad Gita als Zwiegespräch zwischen dem Verstand und im weiteren Sinne des Unterbewusstseins gelten könnte, was dem Vernehmen nach und nach Lehre der meisten Religionen zur Folge in jedem Menschen sich abspielen soll.

(Daher ist es unverständlich, dass die Psychologen unserer Zeit jeden „Patienten" fragen, ob er „Stimmen" höre, da es dann immer zweierlei Gründe zu geben scheint diesen im Falle der Zustimmung oder des Verneinens zum irrsinnigen oder gefährlichen Menschen erklären zu können und das „fachlich" begründet. Gibt er das zu, so sagen diese Leute: Realitätsverlust, der Patient hört was, was nicht da ist und könnte von diesen Stimmen zu bösen Taten angeleitet werden, daher stellt der Patient eine potenzielle Gefahr dar." Verneint er kommt das Argument: „Der hat kein gewissen und ist gewissenlos und daher besonders gefährlich für die Gesellschaft." Und nicht zuletzt müssen wir alle zustimmen auf eine solche Frage, wäre doch sonst keine Unterhaltung möglich, hörten wir nicht die Stimmen der Mitmenschen, die auch noch im Nachhinein noch in uns Wiederhallen können und bei großen Teilen der Bevölkerung scheint genau dieses der Fall zu sein.)

Das Gewissen ist die Stimme Gottes nach Ansicht vieler Religionen und wenn jemand im Einklang mit dieser Stimme ist, und seinen Willen und Körper dieser Stimme gefügig gemacht hat unter den Aspekten der Nächstenliebe, dann tritt der Eingangs erwähnte Spruch Meister Eckhards in seiner ganzen Fülle in Kraft.

Wenn auch die Zeiten etwas langsamer und die Reisewege daher länger dauerten, können wir davon ausgehen, dass nicht nur asiatische Mönche und gelehrte zeitweise in Europa waren sondern auch spätestens Marco Polo derartiges Schrifttum und derartige Sichtweisen mit nach Europa brachten und es scheint, dass nicht nur Marco Polo asiatische Reisen unternahm, denke man nur an den regen Handel und Wandel auf der Seidenstraße und auf den Seewegen nach Indien und weiter.

Bliebe nur noch nachzutragen der Spruch vom 19. Februar 2000 aus den Tageslosungen der Herrenhuther, ein Link dazu: Klicken Sie HIER.

Ich weiß sehr gut,
daß ein Mensch nicht recht behalten kann gegen Gott.
Hat er Lust, mit ihm zu streiten,
so kann er ihm auf tausend nicht eins antworten.
Hiob 9,2-3

Niemand betrüge sich selbst.
Wer unter euch meint, weise zu sein in dieser Welt,
der werde ein Narr, daß er weise werde.
1. Korinther 3,18

 

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