Einige Meditationsthemen

Meditationsgedanken zur Bergpredigt einmal ganz anders.

Anleitung zur Meditation

Die Bergpredigt, heute sinnvoller den je. Mt 5,3-5,11

Wenden wir uns zunächst einmal einem wesentlichen Bestandteil aus dem neuen Testament zu, der Bergpredigt,  und gehen scheinbar etwas vom Weg der fernöstlichen Meditationen ab, da wir getrost davon ausgehen können, dass diese Themen bei fast jedem von uns in den hiesigen Breitengraden zum Mindesten in der Schule gestreift sein dürfte, wenn auch nicht ausgiebig behandelt.

Vergessen wir aber nicht, dass Jesus, der diese Worte gesagt haben soll ein sehr toleranter Mensch gewesen sein muss. Hätte er sonst so in etwa gesagt: " Ich habe noch andere Schafe die nicht aus dieser Hürde sind." wenn er anderen Glaubenszugehörigen den Weg ins Paradies hätte versperren wollen? Und an anderer Stelle: "wer meine Werke tut ist mir Vater, Schwester Bruder und Mutter?" Wenngleich diese Zitate nicht genau mit dem Buch übereinstimmen sollten, so sind sie doch sinngemäß angeblich geäußert worden und mit Sicherheit hat hier der Satz Vorrang: "Der Buchstabe tötet aber der Sinn schafft Leben." 

 

Einige Denkanstöße:

Selig, die arm sind vor Gott;
denn ihnen gehört das Himmelreich.
Kann nicht nur derjenige arm vor Gott sein, der erkannt hat, dass Gott die Summe aller Sichtbaren und unsichtbaren Dinge und damit allgegenwärtig ist, wie es nahezu alle Religionen lehren?

 

Kann nicht nur der getröstet werden, dem was schlimmes widerfahren ist, oder dem die Ungerechtigkeiten, Tot und das Leid vieler Mitmenschen und der gesamten Schöpfung in vielfältiger Weise Mitgefühl und Mitleid erweckt?

 

Selig die Trauernden;
denn sie werden getröstet werden.
Selig, die keine Gewalt anwenden;
denn sie werden das Land erben.
Ist nicht hier anzufragen, wie man Gewalt wohl in Bezug auf die Bevölkerung und das Staatsgefüge beantwortet bekommt und ist es da nicht schon fast jedem Schulkind aus dem Geschichtsunterricht klar, dass Gewalt immer Gegengewalt produziert und dem zur Folge auch ein gewaltiger Diktator niemals das Land erben kann, wie es direkt beziehungsweise indirekt hier zum Ausdruck kommt? 

 

Ist es nicht so, dass derjenige der nach Gerechtigkeit hungert und dürstet aller Wahrscheinlichkeit nach erst selbst das Unrecht wie auch immer kennen lernte und deshalb sich nach Gerechtigkeit sehnt und sehnlichst herbeiwünscht?

 

Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit;
denn sie werden satt werden.
Selig die Barmherzigen;
denn sie werden Erbarmen finden
Macht nicht derjenige, der keine Barmherzigkeit andern gegenüber hat sich den zwangsläufig untergeordneten Mitmenschen zum Feind und damit zum unerbittlichen Gegner? Und wie soll er da Erbarmen und Frieden finden können?

 

Hat nicht nur derjenige ein reines Herz, der sich keiner Schuld bewusst ist und nach dem obersten Gebot der Nächstenliebe gelebt und gehandelt hat, indem auch der Satz versteckt zu finden ist: 

"Was Du nicht willst, was man Dir tu, dass füg auch keinem andern zu?"

Dieser Satz sollte aus dem Tao stammen wie ich hörte.

 

Selig, die ein reines Herz haben;
denn sie werden Gott schauen.
Selig, die Frieden stiften;
denn sie werden Söhne Gottes genannt werden.
Ist nicht derjenige in einer glücklichen Lage, der Frieden stiften kann unter den Menschen und hat er dann nicht zwangsläufig mehr Freunde als Feinde? Kann überhaupt jemand Frieden stiften, der nicht die Gesetzte der Natur berücksichtigt und fördert, die ja in der Gesamtheit auf Ausgleich der Dinge angelegt ist und dahin strebt? Ist nicht der folgende Satz über die damaligen "Gelehrten" mit ein Grund, warum die Friedensstifter "Sohne Gottes" 
(natürlich auch "Töchter Gottes") genannt werden?

Joh 12,40 «Er hat ihre Augen verblendet und ihr Herz verhärtet, dass sie mit den Augen nicht sehen, noch mit dem Herzen verstehen und sich bekehren und ich sie heile.»

 

Ist es nicht so, dass diejenigen, die bewusst um ihres Vorteils willens unrecht tun zwangsläufig diejenigen defamieren und denunzieren, was bis zu Verurteilungen und sogar heute noch Todesstrafe führen kann, damit ihre vermeintlich und nach außen hin "guten Taten und Segnungen für die Menschheit" nicht auffallen und sie nicht einer gerechten Strafe zugeführt werden können?
Kann da denn der gerechte Lohn für Durchhaltevermögen und die guten Taten im Sinne der Gerechtigkeit ausbleiben, bedenkt man nur, dass diese Menschen dann doch ein ruhiges Gewissen haben und schon alleine der durchgemachten Leiden der guten Sache willen hinreichend Karma Yoga war und damit das schlechte Karma schon abgebaut sein dürfte?
Oder anders, war dass nicht schon genug Buße?

 

Selig, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden;
denn ihnen gehört das Himmelreich
.Selig seid ihr, wenn ihr um meinetwillen beschimpft und verfolgt und auf alle mögliche Weise verfolgt werdet. Freut euch und jubelt: Euer Lohn im Himmel wird groß sein. Denn so wurden schon vor euch die Propheten verfolgt. Und zu diesem Satz braucht jetzt wohl nicht mehr viel gesagt zu werden.

 

Und nun kommt eine interessante Frage, die ich gerne von jemandem beantwortet hätte:

Was wird wohl der Sterbende sagen, wenn es an anderer Stelle heißt.
"Was ihr dem geringsten meiner Brüder getan habt, habt ihr mir angetan."

Kommt dann nicht zwingend die Frage auf, wie man mit dem Mitmenschen umgegangen ist, ob wir armen gespeist, gekleidet haben und Frieden stiften wollten, ob wir nach Gerechtigkeit gedürstet haben oder wie weit es mit unserer Barmherzigkeit her war usw.

Für die Einen kommt dann Freude auf und für die Anderen heulen und Zähneknirschen!

Gleichgültig ob es sich dabei um den ersten Tot oder den zweiten Tot handelt.

Siehe hierzu auch "das Tibetanische Totenbuch " und anderes mehr.

Siehe auch: Meditationsanleitung

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